Zum Hauptinhalt springen

Und dann kam das SÄK.LE

Während der 10 Monate in Südamerika hatte sich das Dog.O.Mobil bewährt und ich kannte jetzt besser seine Stärken und Schwächen. Bei der Planung meiner nächsten Reisen kam ich zu dem Schluss, dass ich ein Fahrzeug brauchen würde, das besser mit unwegsamem Gelände zurechtkommt.

Warum schreibe ich diesen Beitrag? Ich wollte euch zeigen, wie in meinem Fall aus einem dreimonatigen Plan bus zur Ablastung letztendlich ein sechsmonatiger wurde und was ich alles unterschätzt hatte

Was findet ihr alles in diesem Beitrag

Es ist August 2026 und ich fasse mal das erste Jahr meiner Suche nah einem 4x4 Wohnmobil zusammen

Disclaimer: Die Firmenlinks sind hier, nicht weil ich dafür Geld bekomme, sondern weil ich zum Teil sehr lange nach der Information gesucht habe und anderen einen Startpunkt geben möchte. Bitte denkt daran, von wann der Beitrag ist und keine Gewähr für die Richtigkeit von Inhalten oder externe Links übernommen wird

Aller Anfang ist schwer - Das wieso

Während der 10 Monate in Südamerika hatte sich das Dog.O.Mobil bewährt und ich kannte jetzt besser seine Stärken und Schwächen. Neben der Art wie ich die Wohnkabine gebaut hatte, stach eigentlich die Länge und der Hinterradantrieb ins Auge.

Mit ca. 750 cm Länge und einem fetten Böschungswinkel ist der Sprinter halt nicht der Wendigste und setzt schnell auf. Die 290 cm Höhe waren nicht wirklich ein Problem, denn Kratzer bekommt man immer. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich bei meiner Rückkehr in Deutschland auch mehr Kratzer und Dellen auf dem unteren 80 cm gefunden. Mit Raptor wurden die übespritzt und das ging schnell und war Günstig. Mit der Hilfe von Giuseppe habe ich das auch zu Hause gemacht.

Selbst mit dem Kompressor von ARB, den Sandblechen und den BFGoodrich AT Reifen <die rund 45'000 km gehalten hatten>, konnte ich es nicht vermeiden das Dog.O.Mobil sechsmal zu versenken. Sand und Morast mag er einfach nicht. 

Hatte das Dog.O.Mobil auch in der Werkstatt. Es mussten neben neuen Reifen, neue Bremsbeläge und Scheiben, 2´ Querlenker und Spurstangen ersetzt werden. Muss mir noch  das Zwischenwellenlager und die Ölwanne angeschauen. Südamerika hat halt seinen Preis.

Da ich ja wieder auf Tour wollte, hatte ich beschlossen mir ein 4x4 Fahrzeug zuzulegen. Wäre ich nur in Europa rumgefahren, wäre ich beim Sprinter geblieben. Aber ich wollte nach Afrika, MIttlerer Osten oder/und Asien

Und los geht es

Im August 2025 ging die Recherche und Suche los. Moderne Fahrzeuge mit ADBlue und viel Elektrik schloss ich aus. Je weniger Technik, desto besser! Sprinter mit Iglhaut oder Achleitner Umbau, Ivecos mit SCAM Ausbau und 7.5to LKW vor BJ 2010 standen bei mir hoch im Kurs. Mein Gesamtbudget hatte ich mal auf 200'000 EUR festgelegt (obwohl mir das viel zu teuer war)

Vier 4 Monate später,  nach diversen Probefahrten, hatte ich kein Fahrzeug gefunden. Für Sprinter und Ivecos wurden Preise aufgerufen, die ich nicht bereit war zu zahlen. Stand noch Bimobil, Bocklet, Woelcke usw drauf, so wurden Premium-Preise für Gebrauchte verlangt. 

Hatte zwischenzeitlich mit einem neuen Toyota LAND CRUISER J79D SC und einer Kabine von einem der namhaften Hersteller geliebäugelt, aber ein J79D fängt bei ca. 90 TEUR (neu) an und gebrauchte waren keine auf dem Markt. Mit Kabine und Umbauten kam ich dann schnell auf 175 TEUR und mehr. Wäre eigentlich das perfekte Fahzeug gewesen, aber nach ein paar Checks hätte ich dann mit etwas Glück Ende 2027 losfahren können. 

Was habe ich mir angeschaut? Das waren MAN, MB, Iveco Feuerwehrfahrzeuge, Varios, Unimogs und einen Renault.  Fast alle mit unter 50 TKM  auf dem Tacho, gebaut vor 1999 und zum Teil mit H-Kennzeichen. Viele Fahrzeuge waren ausgebaut, hatten große Kabinen mit waren deutlich über 7 m lang. Zwar hatten die viel Innenraum, aber der war z.T. nicht wirklich ausgelegt für monatelange Touren. Dann gab es fahrende Baustellen, wo ich nicht absehen konnte, ob ich die je Zugelassen bekommen würde und das Budget war unmöglich für mich einzuschätzen. Viele der Fahrzeuge hatten auch das selbe Problem, Fahren war harte, laute Arbeit. Entspannt criusen war anders für mich

Vor Weihnachten kamen Mercedes Benz Atego 1018 Fahrzeuge  der Bundeswehr auf den Markt. Baujahr 2008 und 2009, zwischen 18TKM und 50 TKM gefahren, gut im Schuss (jedenfalls die, die ich gesehen hatte). Preislich lagen die zwischen 38 TEUR und 60 TEUR.

Das waren 10.5 Tonnen Lkws, die ich nicht fahren konnte. Aber ein Ablasten auf 7.5 to war theoretisch möglich. Nach Recherchen und einigen Rückschlägen hatte ich schließlich nach 6 Monaten den SÄK.EL bei Autohaus GEGNER in der Nähe von Leipzig gefunden und der wurde mir sogar nach Hause bzw. zu AluStar gebracht.

Wieso AluStar in Murg?

Die Firma  AluStar liegt nur 12 km von meinem Wohnort entfernt, was sich als großer Vorteil herausstellte.

Anfangs war mir nicht bewusst, wie begrenzt mein Wissen und Wortschatz war, wenn ich mit Handwerkern und echten Profis sprechen wollte. Aber ich wurde nach und nach besser und weiß heute, dass es viel mehr Tools und Techniken gibt, als ich mir je vorstellen konnte. Wenn man nicht weiß, dass es diese gibt, dann „murkst” man eben vor sich hin.

Letztendlich war es einfacher, Themen persönlich zu besprechen, um eine Lösung zu finden. Deshalb war es wichtig, in der Werkstatt zu sein.

Mir war wichtig, Eigenleistungen zu erbringen, um meine Kosten zu reduzieren und das Fahrzeug notfalls auch selbst reparieren zu können. AluStar half mir in den Wochen vor dem Kauf bei allen möglichen Abklärungen. Während des Ausbaus ging es genauso weiter. Ohne diese Unterstützung hätte ich den Atego nicht gekauft und den Ausbau wahrscheinlich auch nicht hinbekommen.

Also soviel zur Vorgeschichte. Denn dann ging das SÄL.EL Projekt am 2. Februar 2026 los

Phase 1 - Er steht auf dem Hof

Demontage

Das Startgewicht des Ategos war 6'940 kg und mein Zielgewicht für die Ablastung war 5'995 kg (Fahrtüchtig inkl leerer Wohnkabine, in meinem Fall). Zusammen mit Giuseppe hatten wir all das entfernt bzw. Schrauben gelockert, was auf den Schrottplatz kommen sollte.

Ein paar Teile gingen an Freunde und Bekannte. Während zweier Tage hatten wir die Lafette auf dem Dach, Ersatzradhalter, Staukästen und die Pritsche vorbereitet bzw. entfernt.

Die BW hatte diesen Atego genau für einen Verwendungszweck geplant und nicht für mich, der ihn umbauen wollte. Einige Schrauben mussten wir wegflecksen und unser Highlight waren 3 Schrauben, für die wir 2.5 Stunden gebraucht hatten. Aber auch das schafften wir und nach dem Entsorgen des "Schrotts" waren wir bei 5'290 kg.

Mein Zielgewicht war 5'000 kg und es gab noch Diverses zu entfernen und andere Sachen zu tun bevor der Zwischenrahmen und die Kabine drauf kommen würden.

In Demontrage-Phase 2 wurden dann AHK, Seitenunterfahrschutz, Gewehrhalter, 3. Sitz usw entfernt. Ohne Pritsche ging das auch viel Einfacher. Der hintere UFS und seitleiche AFS wurden ersetzt durch einen aus Alu. Bei ALU-S.V. war ich fündig geworden.

Planung: Grobplanung

Als es mir klar wurde, dass ich wirklich eine ExMo bauen würde, hatten Clara und ich angefangen den Innenraum zu entwerfen. Alex von AluStar, übertrug dann den Entwurf für die Wände in ein CÁD Programm und der finale Entwurf ging zu der Firma, die die Wände bauen würde..

Damit die Wände auf CAD übertragen werden konnten, musste ich entscheiden welche Fenster, Türen, Luken verbaut werden sollten. Es gab 2 weitere Gründe, wieso ich das schon so früh machte. Zum Einen, um zu sehen, ob ich mit dem Geld auskommen würde und zum Anderen, wegen des Gewichts. 2'300 kg verfügbares Gewicht hört sich nach viel an, aber in dem Gewicht sind gefüllte Dieseltanks, Wassertanks und 2 Personen drin. Am Anfang war ich euphorisch und hatte mit 2 x 300 l Dieseltanks geplant und 200 l Wasser im Kopf. Das entspricht aber auch schon fast 900 kg, die dann nicht für den Ausbau zur Verfügung stehen würden.

Es gab während dieser 2 Wochen diverse Diskussionen bzgl

  • der Fenster, Türen und Luken (Outbound / Hühnerkopf / Dometic / Widebird), 
  • der Dicke der Kabinen-Wände,
  • Höhe des Hilfsrahmens,
  • Vordere Stahl-Stossstange und diverse Drucklufttanks durch eine Alu-Version ersetzen
  • usw.   

Und wir waren noch gar nicht beim Innenausbau angekommen. 

Die Gewichtsunterschiede sind gravierend und auch die Kosten... Teurer und leichter geht immer, aber geht auch Leichter ohne ein Vermögen auszugeben? Mal sehen

Nach der weiteren Gewichtsreduktion wurde der wenige Flugrost entfernt. Mit Owatrol, LIQUI MOLY MoS2-Rostlöser und einer Drahtbürste am Akuschrauber war das in ein paar Stunden erledigt. Die nächsten Wochen gab es für mich nichts am Fahrzeug zu tun, während der Zwischenrahmen und die Kabine gebaut wurden..

Erst als der Zwischenrahmen an der Kabine angebracht wurde, konnte ich Unterbodenschutz am Rahmen auftragen. 

Phase 2: Aufbau der WohnKabine

Dann kamen meine Wände an und eine Woche später auch die Dometic S7P Fenster. Als die Wände standen, packte ich das erste Fenter aus und wollte loslegen. Dummerweise waren die Löcher für meine S7P Fenter mit der CAD-Schablone für S4 Fenster gebaut und die Eckkrümmungen war falsch.

Nach einigen Gesprächen hatten wir eine Alternative gefunden. Ich bekam grössere Dometic PUR-Win S10 Fenster und AluStar passte die Löcher an. Das Projekt verzögerte sich dadurch um 2-3 Wochen.

In dieser Zeit wurde der Zwischenrahmen vermessen, die Planung finalisiert, Position von Treppe und Abwassertank festglegt und der orginal Ersatzradhalter angepasst. Mittlerweile war der hintere und seitliche UFS von ALU-S.V geliefert worden.

Zwischenrahmen 2 Schritt

Die Dometic PUR-Win S10 Fenster waren dann zügig da und passten sogar. Nur der Einbau gestaltete sich schwieriger als gedacht. Die Montage bei einer Wandstärke von 43mm wurde dort zwar nett beschrieben, aber  es sollte mal wieder nicht sein. Ich hatte die erforderliche Höhe der Abstandsstreifen im Verhältnis zur Wandstärke mit 21 mm ermittelt und sollte Schrauben 3,9 × 40 mm benutzen. Abstandsstreifen Dometic S10

Keine Ahnung wer sich das Konzept hat einfallen lassen, aber nach 3 Std und einem kaputten Fenster hatten wir aufgegeben. Wir hatten dann ohne Abstandsstreifen und mit  45 mm Schrauben und 2 Stück 10 cm Draht am 2. Tag die Fenster verbaut. 3 Fenster in knapp 1,5 Stunden.

 

Fahzeugarbeiten

Während der Zwischemrahmen fertiggestellt wurde, hatte ich Unterbodenschutz aufgetragen. Da das ein Thema ist, bei welchem Experten unterschiedliche Meinungen haben, habe ich irgendwann aufgehört denen zuzuhören und TECPO Unterbodenschutz Bitumen gekauft. Verarbeitet wurden dann 8 x 500ml. 

Da der Atego fast keinen Rost hatte, bin ich mit einer Spraydose Rostschutz von Owatrol mit 300 ml ausgekommen.

Zur selben Zeit wurde die Luftdruckanlage für den Anhänger inkl. Kabelbaum entfernt (waren auch ca. 55 kg) und wir hatten beschlossen, den Rahmen des Atego nach hinten etwas zu verlängern, damit kein Knickpunkt für den Zwischenrahmen entsteht. 

Der Zwischenrahmen wurde feuerverzinkt und der Ersatzradhalter sandgestrahlt.

Ende Mai haben wir hochgerechnet bis wann alle Arbeiten erledigt werden würden und eine Ablastung Ende Juni Woche war das neue Ziel.

Die Fahrzeugarbeiten hatte ich alle nicht in meinem Budget und gewaltig unterschätzt 🤮 Und es wurde noch mehr am Fahrzeug gemacht....

Einbau Türen und Luken

Im Juni kamen dann auch nach Monaten meine Outbound Tür und die Luken. Outbound hatte die flaschen Luken geliefert und ich musste weitere 3 Wochen warten. So lernte ich, auf was man alles achten muss, wenn man eine Outbound Tür verklebt. 

Die Luken waren danach deutlich einfacher. 

Planung: Innenausbau

Auch wenn ich den Atego noch nicht fahren durfte, begannen wir mit der Planung der Innenausstattung. Ich begann mit den Punkten, die am teuersten sind und letztendlich das Gewicht des Lkw bestimmen

  • Möbel (über 250 kg)
  • Elektrik (ca. 175 kg)
  • Heizung und Wasserversorgung (ca. 75 kg)

Möbel

Da ich keine Ahnung hatte wie lange es dauern würde die Holzplatten und Alu-Profile für meine Möbel zu bekommen, fing ich relativ früh an mit der Abschätzung wieviel ich vom welchem Material brauchen würde. 

Im Mai hatte ich mit CutOptima die Anzahl der Platten für den Innenausbau grob berechnet und Clara hatte die Farben ausgewählt. Wir würden auf Platten von epicPLY einen Schichtstoff von Egger kleben lassen. Der Innenraum würde in Salbeigrün, Trüffelbraun und Gavi Stein Taupe gestaltet werden. 

epicPly lieferte die Platten in knapp 2 Wochen, Egger brauchte etwas länger.  Die Schreinerei Matt verklebte die Platten mit dem Schichtstoff und schnitt mir auch die Arbeitsplatte zu. 

Meine Gehversuche mit dem Item24 CAD Program waren unterirdisch und so mussten Excel und Papier herhalten, um die Meter an Alu-Profil 20x20 mm, Winkel und Flachstangen zu ermitteln. Und das war gar nicht mal so wenig. Gemäss des Planes konnte ich dann auch die Anzahl und Größe der Euroboxen ermitteln, die als Schubläden benutzt werden würden. Man sollte nicht mit  Item24 arbeiten, wenn man keine Zeit hat. Lieferzeiten gingen ewig. Ich habe dann mit anderen Herstellern, die Item24 kompatible Profile herstellen zusammen gearbeitet. Was soll ich sagen. Kam schneller und war Billiger. Nur der Umfang des Zubehörs war deutlich eingeschränkter.

Welche Heizung?

Mit Hilfe von AluStar entsanden dann die ersten Pläne für die Elektrik und Heizung. Als Erstes war klar, dass ich mir  das Autoterm Air 2D 24V + monoBOIL von Tigerexped inkl.  6l Wassertank holen würde. War für mich die flexibelste Lösung zum fairsten Preis. Die Truma Combi D 6 E wäre meine 2. Wahl, aber über doppelt so teuer. Ausserdem hatte ich die Alde Compact 4000 D Plus, Timberline 1 von Elwell und Wallas VIKING COMBI evaluiert.

Eigentlich wollte ich das tigerexped Warmduscher-Kit 2.0 bestellen, aber der monoBOIL Warmwasserboiler, elektrisch, 6l, 24V, 600W gab mir zusammen mit der Planar 2D mehr flexibilität beim Verbauen. Brauchte weniger Raum im Womo und ich verlohr nur die Option über die Heizung Warmwasser herzustellen.

Was für eine Elektrik?

Das SÄK.EL sollte ja ohne Gas auskommen und so wurde die Auswahl der Elektrik eine längere Aktion.

Ich würde mein System wiefolgt beschreiben:

  • Systemspannung: 24V DC, weil der Atego ein 24 V Bordsystem hat
  • Peakverbrauch abgedeckt: 5.000 Wh  
  • Speicherkapazität: 2 × 200Ah × 24V = 9.600 Wh brutto | ~7.680 Wh nutzbar (80% DoD)
  • Solarladeleistung: 940 Wp : 2 x (AIKO Solar 470W Glas-Glas Black Frame AIKO-A-MAH54Dw Neostar 2P+ )
  • Laden durch Atego: 100 A pro Fahrstunde über 2 MV Mac Plus 24/24-50 und eine 150 A Lichtmaschine

Nach einiger Zeit hatte ich mich für meine Anforderungen auf 3 mögliche Optionen (und zig Varianten) eingeschossen. Nur-Victron, Nur-Mastervolt, Mix aus Kompenenten um Geld und Gewicht zu sparen. Dann stolperte ich über MG Energy Systems, aber das sprengte wie die Nur-Mastervolt Option meinen finaziellen Rahmen. 

 So wurde es eine Victron Lösung mit 2 Mastervolt Mac Plus 24/24-50.. Was wurde bestellt:

  • Wechselrichter/Ladegerät  -> Victron MultiPlus-II 24/5000/120-50 230V
  • MPPT Laderegler -> Victron SmartSolar MPPT 150/45
  • Batterien -> 2 x Victron LiFePO4 Batterie 25,6V/200Ah NG
  • DC-DC Ladegerät um über die Starterbatterie die Versorgerbatteire zu laden -> 2 x MV Mac Plus 24/24-50
  • 80 A Atego Lichtmaschine ersetzt durch ->  150 A Lichtmaschine 
  • DC-DC Ladegerät für die ^ 2V Verbraucher ->  Victron Orion-TR Smart 24/12-30
  • Monitoring Lynx Smart BMS NG 500A
  • Monitoring Victron Energy Cerbo GX
  • Monitoring GX Touch 70 Display Screen
  • diverse Sicherungshalter
  • diverse Busbars / Kupfer-Sammelschienen
  • 220 V Verteilerkasten inkl. FI/LS
  • Kabel, unmengen von Kabel

Gewicht hätte ich sparen können, wenn ich statt des Victron MultiPlus-II 24/5000/120-50 230V und Victron LiFePO4 Batterie 25,6V/200Ah NG die Mastervolt Komponenten gewählt hätte. Aber dafür hätte ich tief in die Tasche greifen müssen. 

Der MultiPlus-II  funktioniert nur als Landstrom-Ladegerät in 220 V Netzen. Für 110 V Länder würde ich mir einen MV EasyCharge Portable 4.3A kaufen, wenn ich es brauchen würde.

Wieso der große Sinuswandler? Weil ich eine doppelte Induktionsplatte haben wollte, die zwischen 3000 W und 3500 W im Verbrauch lagen. 

Die 2. Entscheidung, die ich treffen musste, war Beleuchtung. Wie üblich musste man nur WoMo oder Expeditions-Mobil auf seinem Prospekt schreiben, um die Preise hoch zu schrauben. Ich entschied mich für ein Home Assistant Lösung basierent auf Matter & Thread. Der Support von smattex auf YT und telefonisch hat mir am meisten geholfen hatte, und fing ich an  zu recherchieren und planen. Aber am Ende scheiterte es daran, dass die Home Assistant Controller ein Netzwerk brauchen und ich mir einen zusätzlichen Netzwerk Router (wie den Teltonika RUTM10) betreiben müsste, da ich meine Starlink nicht permananent in Betrieb haben wollte.

Also ging es wieder zu  12 V bzw 24 V Lampen und Schalter,n verzichtete auf Flurschaltungen, und dann kam die Never-Ending Story -> welche Lampen sollten wo sein. Geschmäcker sind verschieden und 220V Lampen gibt es viele und schöne, bei 12 V wird es weniger und bei 24 V noch weniger. 

Endlich: Die Ablastung

Anfang Juli war dann die Kabine auf dem Atego und es fing die finale Phase vor der Ablastung beim TÜV an. Es mussten die UFS verbaut werden, Rückfahrlichter und Nummernschieldhalterung montiert werden und natürlich die ehemelige Radkästen wieder dran kommen.

Da die Anhängeranlage (Druckluft und Elektrik) abgebaut worden war, hatte ich eine Fehlermeldung und brauchte eine Werkstatt die Mitarbeiter hatte, die mit so alten LKWs umgehen konnten. Es gab bei uns eigentlich nur 2  Mercedes Nutzfahrzeuge Werkstätten.  Südstern-Bölle AG in der Nikolaus-Otto-Straße 4, 79761 Waldshut-Tiengen 👍 hatte die Mitarbeiter, war flexibel und sehr kundenorientiert.

Nachdem dann der Atego wieder bei AluStar stand, fehlten nur noch die seitliche und hintere Beleuchtung und die Endplatte vom Atego Rahmen. Und ohne die gab es keinen TÜV. Ich wartete schon 3 Wochen auf die Platte. Die Orginal-Platte passte nicht mehr, denn die Rahmenverlängerung war  ein paar Milimeter zu groß 🫣 und einen 1 cm dicken Stahl biegen bzw. zuzuschneiden, war nicht mein Ding.

Dann kam das Ablasten beim TÜV. Der Atego brachte mit Kabine und Zwischenrahmen 5'660 kg auf die Waage. Deutlich weniger als ich gedacht hatte. Als ich schon dachte, wie schön das Leben doch war, teilte uns der TÜV mit, dass es ein Problem mit dem AdBlue System gab und ich ihn nicht zugelassen bekommen würde, jedenfalls nicht an dem Tag.

Am nächsten Tag wurde bei Südstern der Fehler gesucht, nicht gefunden und eine neue ASU erfolgreich gemacht. Der TÜV akzeptierte die neue ASU-Bescheinigung und auch dieser Schritt war geschafft. Scheint ab und zu zu sein, dass alte Fehler nach einer Zeit verschwinden bzw überschrieben werden im Bordsystem. 

Und nach dem Dog.O.Mobil kam dann das SÄK.LE. Im südbadischen und schweizerisch-alemannischen Raum steht SÄCKLE oder SÄCKEL für Plastiktüten, Einkaufsbeutel, kleine Stofftaschen oder auch Geldsack. Der "Säckelmeister", war die Person, die die Kasse bzw. das Geld verwaltete. Als Verb bedeutet SECKLE sich schnell fortbewegen, rennen, joggen oder flitzen. 

Dann verbrachte ich noch 2 Stunden in der klimatisierten Zulassungsstelle und ich durfte danach das SÄK.LE 750 selbst fahren. Es war der 30.07.2026, 6 Monate nachdem ich den Atego gekauft hatte.

 

Demnächst gibt es dann mehr zum Innenausbau. Ich plane mal mit der Anmeldung zum Wohnmobil im Oktober und einer ersten Testfahrt vor Jahresende... mal sehen

Die letzten Beiträge

09. August 2025

Die Fahrt vom Camping in Santa Elena Richtung Norden verlief direkt vom Start an nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte seit NP Angel genug von Pisten und wollte meine letzten Wochen auf geteerten Straßen zubringen.

14. Juli 2025

An der Grenze zwischen Ecuador und Kolumbien, in Puente Internacional de Rumichaca, habe ich die meiste Zeit damit verbracht einen Parkplatz auf der ekuadorischen Seite zu finden.

27. Juni 2025

In La Balsa bin ich über die Grenze nach Ecuador. Der Zoll Peru war in 10 min erledigt, Migraciones Ecuador auch. Adounas Ecuador dauerte fast 1.5 Std. 

09. Juni 2025

Das Dog.O.Mobil war nur ein wenig verstaubt, als ich es in der Nähe vom Flughafen abgeholt habe. Jose Luiz, der Besitzer, hatte mir an dem Wochenende sogar ein Status-Video geschickt. Er nahm seinen Job ernst.