Und dann kam das SÄK.LE Teil 1
Während der 10 Monate in Südamerika hatte sich das Dog.O.Mobil bewährt und ich kannte jetzt besser seine Stärken und Schwächen. Bei der Planung meiner nächsten Reisen kam ich zu dem Schluss, dass ich ein Fahrzeug brauchen würde, das besser mit unwegsamem Gelände zurechtkommt.
Warum schreibe ich diesen Beitrag? Ich wollte euch zeigen, wie in meinem Fall aus einem dreimonatigen Plan bus zur Ablastung letztendlich ein sechsmonatiger wurde und was ich alles unterschätzt hatte
Was findet ihr alles in diesem Beitrag
Es ist August 2026 und ich fasse mal das erste Jahr meiner Suche nah einem 4x4 Wohnmobil zusammen
Aller Anfang ist schwer - Das wieso
Während der 10 Monate in Südamerika hatte sich das Dog.O.Mobil bewährt und ich kannte jetzt besser seine Stärken und Schwächen. Neben der Art wie ich die Wohnkabine gebaut hatte, stach eigentlich die Länge und der Hinterradantrieb ins Auge.
Mit ca. 750 cm und einem langen Böschungswinkel ist man halt nicht der Wendigste und setzt leicht auf. Die 290 cm Höhe waren nicht wirklich ein Problem, denn ein paar Kratzer bekommt man immer. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich zurück in Deutschland auch mehr Kratzer und Dellen auf dem unteren 80 cm vom Sprinter gefunden. Mit Raptor wurden die übespritzt und das war Günstig. Mit der Hilfe von Giuseppe habe ich das auch zu Hause gemacht.
Selbst mit dem Kompressor von ARB, den Sandblechen und den BFGoodrich AT <die rund 45'000 km gehalten hatten>, konnte ich es nicht vermeiden, dass Dog.O.Mobil sechsmal zu versenken. Sand und Morast mag er einfach nicht.
Hatte das Dog.O.Mobil auch in der Werkstatt. Es mussten neben neuen Reifen, neue Bremsbeläge und Scheiben, 2 neue´ Querlenker und Spurstangen ersetzt werden. Muss mir noch das Zwischenwellenlager und die Ölwanne angeschauen. Südamerika hat halt seinen Preis.
Da ich ja wieder auf Tour wollte, hatte ich beschlossen mir ein 4x4 Fahrzeug zuzulegen. Wäre ich nur in Europa rumgefahren, wäre ich beim Sprinter geblieben. Aber ich wollte nach Afrika, MIttlerer Osten und Asien
Und los geht es
Im August 2025 ging die Recherche und Suche los. Moderne Fahrzeuge mit ADBlue und viel Elektrik schloss ich aus. Je weniger Technik desto besser! Sprinter mit Iglhaut oder Achleitner, Ivecos mit SCAM Technick und 7.5to LKW vor BJ 2010 standen bei mir hoch im Kurs. Mein Gesamtbudget hatte ich mal auf 200'000 EUR festgelegt (obwohl mir das viel zu teuer war)
Vier 4 Monate später, nach diversen Probefahrten, hatte ich kein Fahrzeug gefunden. Für Sprinter und Ivecos wurden Preise aufgerufen, die ich nicht bereit war zu zahlen. Stand noch Bimobil, Bocklet, Woelcke usw drauf, so wurden Premium-Preise für Gebrauchte verlangt.
Hatte zwischenzeitlich mit einem neuen Toyota LAND CRUISER J79D SC und einer Kabine von einem der namhaften Hersteller geliebäugelt, aber ein J79D fängt bei ca. 90 TEUR (neu) an und gebrauchte waren keine auf dem Markt. Mit Kabine und Umbauten kam ich dann schnell auf 175 TEUR und mehr. Wäre eigentlich das perfekte Fahzeug gewesen, aber nach ein paar Checks hätte ich dann in Ende 2027 losfahren können.
Was habe ich mir angeschaut? Das waren MAN, MB, Iveco Feuerwehrfahrzeuge, Varios, Unimogs und einen Renault. Alle mit unter 50 TKM auf dem Tacho, gebaut vor 1999 und zum Teil mit H-Kennzeichen. Dabei waren voll ausgebaute Fahrzeuge mit großen Kabinen und deutlich über 7 m Länge. Zwar hatten die viel Innenraum, aber der war z.T. nicht wirklich ausgelegt für monatelange Touren. Dann gab es fahrende Baustellen, wo ich nicht absehen konnte, ob ich die je Zugelassen bekommen würde und das Budget war unmöglich für mich einzuschätzen. Viele der Fahrzeuge hatten auch das selbe Problem, das Fahren war harte, laute Arbeit.
Vor Weihnachten kamen Mercedes Benz Atego 1018 Fahrzeuge der Bundeswehr auf den Markt. Baujahr 2008 und 2009, zwischen 18TKM und 50 TKM gefahren, gut im Schuss (jedenfalls die, die ich gesehen hatte).

Das waren 10.5 Tonnen Lkws, die ich nicht fahren konnte. Aber ein Ablasten auf 7.5 to war theoretisch möglich. Nach Recherchen und einigen Rückschlägen hatte ich schließlich nach 6 Monaten den SÄK.EL bei Autohaus GEGNER in der Nähe von Leipzig gefunden und der wurde mir sogar nach Hause bzw. zu AluStar gebracht.
Wieso AluStar in Murg? Hatte 2 Ausbauer in der engeren Wahl, mit denen ich "gemeinsam" den Ausbau machen konnte. Eigenleistung war mir wichtig, um meine Kosten zu reduzieren und das Fahrzeug notfalls auch reparieren zu können. AluStar half mir in den Wochen vor dem Kauf mit allen möglichen Abklärungen. Ohne diese Unterstützung hätte ich den Atego nicht gekauft und wahrscheinlich den Ausbau auch nicht hin bekommen
Also soviel zur Vorgeschichte. Denn dann ging das SÄL.EL Projekt am 2. Februar 2026 los
Phase 1 - Er steht auf dem Hof
Demontage
Das Startgewicht des Ategos war 6940 kg und mein Zielgewicht für die Ablastung war 5995 kg (Fahrtüchtig inkl leerer Wohnkabine, in meinem Fall). Zusammen mit Giuseppe hatte ich all das entfernt bzw. Schrauben gelockert, was auf den Schrottplatz kommen sollte. Ein paar Teile gingen an Freunde und Bekannte, aber über 2 Tage hatten wir die Lafette auf dem Dach, Ersatzradhalter, Staukästen und die Pritsche vorbereitet.

Die BW hatte diesen Atego genau für einen Verwendungszweck geplant und nicht für mich, der ihn umbauen wollte. Einige Schrauben mussten wir wegflecksen und unser Highlight waren 3 Schrauben, für die wir 2.5 Stunden gebraucht hatten. Aber auch das schafften wir und nach dem Entsorgen des "Schrotts" waren wir bei 5290 kg.
Zielgewicht war 5000 kg und es gab noch Diverses zu entfernen und andere Sachen zu tun bevor der Zwischenrahmen und die Kabine drauf kommen würden.
In Phase 2 wurden dann AHK, Seitenunterfahrschutz, Gewehrhalter, 3. Sitz usw entfernt. Ohne Pritsche ging das auch viel Einfacher. Der hintere UFS und seitleiche AFS wurden ersetzt durch einen aus Alu. Bei ALU-S.V. war ich fündig geworden.

Planung: Grobplanung
Als es klar wurde, dass ich wirklich eine Kabine haben würde, hatten Clara und ich angefangen den Innenraum zu entwerfen. Alex von AluStar, übertrug dann den Entwurf für die Wände in ein CÁD Programm und der finale Entwurf ging zu der Firma, die die Wände bauen würde..
Damit die Wände auf CAD übertragen werden konnten, musste ich entscheiden welche Fenster, Türen, Luken verbaut werden sollten. Es gab 2 weitere Gründe, wieso ich das schon so früh machte. Zum Einen, um zu sehen, ob ich mit dem Geld auskommen würde und zum Anderen, wegen des Gewichts. 2'300 kg verfügbares Gewicht hört sich nach viel an, aber in dem Gewicht sind gefüllte Dieseltanks, Wassertanks und 2 Personen drin. Am Anfang war ich euphorisch und hatte mit 2 x 300 l Dieseltanks geplant und 200 l Wasser im Kopf. Das entspricht aber auch schon fast 900 kg, die dann nicht für den Ausbau zur Verfügung stehen würden.
Es gab während dieser 2 Wochen diverse Diskussionen bzgl
- der Fenster, Türen und Luken (Outbound / Hühnerkopf / Dometic / Widebird),
- der Dicke der Kabinen-Wände,
- Höhe des Hilfsrahmens,
- Vordere Stahl-Stossstange und diverse Drucklufttanks durch eine Alu-Version ersetzen
- usw.
Und wir waren noch gar nicht beim Innenausbau angekommen.
Die Gewichtsunterschiede sind gravierend und auch die Kosten... Teurer und leichter geht immer, aber geht auch Leichter ohne ein Vermögen auszugeben? Mal sehen
Nach der weiteren Gewichtsreduktion wurde der wenige Flugrost entfernt. Mit Owatrol, LIQUI MOLY MoS2-Rostlöser und einer Drahtbürste am Akuschrauber war das in ein paar Stunden erledigt. Die nächsten Wochen gab es für mich nichts am Fahrzeug zu tun, während der Zwischenrahmen und die Kabine gebaut wurden..
Erst als der Zwischenrahmen an der Kabine angebracht wurde, konnte ich Unterbodenschutz am Rahmen auftragen.
Phase 2: Aufbau der WohnKabine
Dann kamen meine Wände an und eine Woche später auch die Dometic S7P Fenster. Als die Wände standen, packte ich das erste Fenter aus und wollte loslegen. Dummerweise waren die Löcher für meine S7P Fenter mit der CAD-Schablone für S4 Fenster gebaut und die Eckkrümmungen war falsch.

Nach einigen Gesprächen hatten wir eine Alternative gefunden. Ich bekam grössere Dometic PUR-Win S10 Fenster und AluStar passte die Löcher an. Das Projekt verzögerte sich dadurch um 2-3 Wochen.

In dieser Zeit wurde der Zwischenrahmen vermessen, die Planung finalisiert, Position von Treppe und Abwassertank festglegt und der orginal Ersatzradhalter angepasst. Mittlerweile war der hintere und seitliche UFS von ALU-S.V geliefert worden.

Die Dometic PUR-Win S10 Fenster waren dann zügig da und passten sogar. Nur der Einbau gestaltete sich schwieriger als gedacht. Die Montage bei einer Wandstärke von 43mm wurde dort zwar nett beschrieben, aber es sollte mal wieder nicht sein. Ich hatte die erforderliche Höhe der Abstandsstreifen im Verhältnis zur Wandstärke mit 21 mm ermittelt und sollte Schrauben 3,9 × 40 mm benutzen.

Keine Ahnung wer sich das hat einfallen lassen, aber nach 3 Std und einem kaputten Fenster hatten wir aufgegeben. Wir haben dann ohne Abstandsstreifen und mit 45 mm Schrauben und 2 Stück 10 cm Draht am 2. Tag die Fenster verbaut. 3 Fenster in knapp 1,5 Stunden.
Fahzeugarbeiten
Während der Zwischemrahmen fertiggestellt wurde, hatte ich Unterbodenschutz aufgetragen. Da das ein Thema ist, bei welchem Experten unterschiedliche Meinungen haben, habe ich irgendwann aufgehört denen zuzuhören und TECPO Unterbodenschutz Bitumen gekauft. Verarbeitet wurden dann 8 x 500ml.
Da der Atego fast keinen Rost hatte, bin ich mit einer Spraydose Rostschutz von Owatrol mit 300 ml ausgekommen.
Zur selben Zeit wurde die Luftdruckanlage für den Anhänger inkl. Kabelbaum entfernt (waren auch ca. 55 kg) und wir hatten beschlossen, den Rahmen des Atego nach hinten etwas zu verlängern, damit kein Knickpunkt für den Zwischenrahmen entsteht.
Der Zwischenrahmen wurde feuerverzinkt und der Ersatzradhalter sandgestrahlt.
Ende Mai haben wir hochgerechnet bis wann alle Arbeiten erledigt werden würden und eine Ablastung Ende Juni Woche war das neue Ziel.
Die Fahrzeugarbeiten hatte ich alle nicht in meinem Budget und gewaltig unterschätzt 🤮 Und es wurde noch mehr am Fahrzeug gemacht....
Einbau Türen und Luken
Im Juni kamen dann auch nach Monaten meine Outbound Tür und die Luken. Die Luken war falsch und ich musste weitere 3 Wochen warten. So lernte ich, auf was man alles achten muss, wenn man eine Outbound Tür verklebt.
Die Luken waren danach deutlich einfacher.

Planung: Innenausbau
Auch wenn ich den Atego noch nicht fahren durfte, begannen wir mit der Planung der Innenausstattung. Ich begann mit den Punkten, die am teuersten sind und letztendlich das Gewicht des Lkw bestimmen
- Möbel (über 250 kg)
- Elektrik (ca. 175 kg)
- Heizung und Wasserversorgung (ca. 75 kg)
Möbel
Da ich keine Ahnung hatte wie lange es dauern würde die Holzplatten und Alu-Profile für meine Möbel zu bekommen, fing ich relativ früh an mit der Abschätzung wieviel ich vom welchem Material brauchen würde.
Im Mai hatte ich mit CutOptima die Anzahl der Platten für den Innenausbau grob berechnet und Clara hatte die Farben ausgewählt. Wir würden auf Platten von epicPLY einen Schichtstoff von Egger kleben lassen. Der Innenraum würde in Salbeigrün, Trüffelbraun und Gavi Stein Taupe gestaltet werden.
epicPly lieferte die Platten in knapp 2 Wochen, Egger brauchte etwas länger. Die Schreinerei Matt verklebte die Platten mit dem Schichtstoff und schnitt mir auch die Arbeitsplatte zu.
Meine Gehversuche mit dem Item24 CAD Program waren unterirdisch und so mussten Excel und Papier herhalten, um die Meter an Alu-Profil 20x20 mm, Winkel und Flachstangen zu ermitteln. Und das war gar nicht mal so wenig. Gemäss des Planes konnte ich dann auch die Anzahl und Größe der Euroboxen ermitteln, die als Schubläden benutzt werden würden. Man sollte nicht mit Item24 arbeiten, wenn man keine Zeit hat. Lieferzeiten gingen ewig. Ich habe dann mit anderen Herstellern, die Item24 kompatible Profile herstellen zusammen gearbeitet. Was soll ich sagen. Kam schneller und war Billiger. Nur der Umfang des Zubehörs war deutlich eingeschränkter.
Welche Heizung?
Mit Hilfe von AluStar entsanden dann die ersten Pläne für die Elektrik und Heizung. Als Erstes war klar, dass ich mir das Autoterm Air 2D 24V + monoBOIL von Tigerexped inkl. 6l Wassertank holen würde. War für mich die flexibelste Lösung zum fairsten Preis. Die Truma Combi D 6 E wäre meine 2. Wahl, aber über doppelt so teuer. Ausserdem hatte ich die Alde Compact 4000 D Plus, Timberline 1 von Elwell und Wallas VIKING COMBI evaluiert.
Eigentlich wollte ich das tigerexped Warmduscher-Kit 2.0 bestellen, aber der monoBOIL Warmwasserboiler, elektrisch, 6l, 24V, 600W gab mir zusammen mit der Planar 2D mehr flexibilität beim Verbauen. Brauchte weniger Raum im Womo und ich verlohr nur die Option über die Heizung Warmwasser herzustellen.
Was für eine Elektrik?
Das SÄK.EL sollte ja ohne Gas auskommen und so wurde die Elektrik eine längere Aktion.
Ich würde mein System wiefolgt beschreiben:
- Systemspannung: 24V DC, weil der Atego ein 24 V Bordsystem hat
- Peakverbrauch abgedeckt: 5.000 Wh
- Speicherkapazität: 2 × 200Ah × 24V = 9.600 Wh brutto | ~7.680 Wh nutzbar (80% DoD)
- Solarladeleistung: 940 Wp : 2 x (AIKO Solar 470W Glas-Glas Black Frame AIKO-A-MAH54Dw Neostar 2P+ )
- Laden durch Atego: 100 A pro Fahrstunde über 2 MV Mac Plus 24/24-50 und eine 150 A Lichtmaschine
Nach einiger Zeit hatte ich mich für meine Anforderungen auf 3 mögliche Optionen (und zig Varianten) eingeschossen. Nur-Victron, Nur-Mastervolt, Mix aus Kompenenten um Geld und Gewicht zu sparen. Dann stolperte ich über MG Energy Systems, aber das sprengte wie die Nur-Mastervolt Option meinen finaziellen Rahmen.
So wurde es eine Victron Lösung mit 2 Mastervolt Mac Plus 24/24-50.. Was wurde bestellt:
- Wechselrichter/Ladegerät -> Victron MultiPlus-II 24/5000/120-50 230V
- MPPT Laderegler -> Victron SmartSolar MPPT 150/45
- Batterien -> 2 x Victron LiFePO4 Batterie 25,6V/200Ah NG
- DC-DC Ladegerät um über die Starterbatterie die Versorgerbatteire zu laden -> 2 x MV Mac Plus 24/24-50
- 80 A Atego Lichtmaschine ersetzt durch -> 150 A Lichtmaschine
- DC-DC Ladegerät für die ^ 2V Verbraucher -> Victron Orion-TR Smart 24/12-30
- Monitoring Lynx Smart BMS NG 500A
- Monitoring Victron Energy Cerbo GX
- Monitoring GX Touch 70 Display Screen
- diverse Sicherungshalter
- diverse Busbars / Kupfer-Sammelschienen
- 220 V Verteilerkasten inkl. FI/LS
- Kabel, unmengen von Kabel
Gewicht hätte ich sparen können, wenn ich statt des Victron MultiPlus-II 24/5000/120-50 230V und Victron LiFePO4 Batterie 25,6V/200Ah NG die Mastervolt Komponenten gewählt hätte. Aber dafür hätte ich tief in die Tasche greifen müssen.
Der MultiPlus-II funktioniert nur als Landstrom-Ladegerät in 220 V Netzen. Für 110 V Länder würde ich mir einen MV EasyCharge Portable 4.3A kaufen, wenn ich es brauchen würde.
Wieso der große Sinuswandler? Weil ich eine doppelte Induktionsplatte haben wollte, die zwischen 3000 W und 3500 W im Verbrauch lagen.
Die 2. Entscheidung, die ich treffen musste, war Beleuchtung. Wie üblich musste man nur WoMo oder Expeditions-Mobil auf seinem Prospekt schreiben, um die Preise hoch zu schrauben. Ich entschied mich für ein Home Assistant Lösung basierent auf Matter & Thread. Der Support von smattex auf YT und telefonisch hat mir am meisten geholfen hatte, und fing ich an zu recherchieren und planen. Aber am Ende scheiterte es daran, dass die Home Assistant Controller ein Netzwerk brauchen und ich mir einen zusätzlichen Netzwerk Router (wie den Teltonika RUTM10) betreiben müsste, da ich meine Starlink nicht permananent in Betrieb haben wollte.
Also ging es wieder zu 12 V bzw 24 V Lampen und Schalter,n verzichtete auf Flurschaltungen, und dann kam die Never-Ending Story -> welche Lampen sollten wo sein. Geschmäcker sind verschieden und 220V Lampen gibt es viele und schöne, bei 12 V wird es weniger und bei 24 V noch weniger.
Endlich: Die Ablastung
Anfang Juli war dann die Kabine auf dem Atego und es fing die finale Phase vor der Ablastung beim TÜV an. Es mussten die UFS verbaut werden, Rückfahrlichter und Nummernschieldhalterung montiert werden und natürlich die ehemelige Radkästen wieder dran kommen.
Da die Anhängeranlage (Druckluft und Elektrik) abgebaut worden war, hatte ich eine Fehlermeldung und brauchte eine Werkstatt die Mitarbeiter hatte, die mit so alten LKWs umgehen konnten. Es gab bei uns eigentlich nur 2 Mercedes Nutzfahrzeuge Werkstätten. Südstern-Bölle AG in der Nikolaus-Otto-Straße 4, 79761 Waldshut-Tiengen 👍 hatte die Mitarbeiter, war flexibel und sehr kundenorientiert.
Nachdem dann der Atego wieder bei AluStar stand, fehlten nur noch die seitliche und hintere Beleuchtung und die Endplatte vom Atego Rahmen. Und ohne die gab es keinen TÜV. Ich wartete schon 3 Wochen auf die Platte. Die Orginal-Platte passte nicht mehr, denn die Rahmenverlängerung war ein paar Milimeter zu groß 🫣 und einen 1 cm dicken Stahl biegen bzw. zuzuschneiden, war nicht mein Ding.
Dann kam das Ablasten beim TÜV. Der Atego brachte mit Kabine und Zwischenrahmen 5'660 kg auf die Waage. Deutlich weniger als ich gedacht hatte. Als ich schon dachte, wie schön das Leben doch war, teilte uns der TÜV mit, dass es ein Problem mit dem AdBlue System gab und ich ihn nicht zugelassen bekommen würde, jedenfalls nicht an dem Tag.
Am nächsten Tag wurde bei Südstern der Fehler gesucht, nicht gefunden und eine neue ASU erfolgreich gemacht. Der TÜV akzeptierte die neue ASU-Bescheinigung und auch dieser Schritt war geschafft. Scheint ab und zu zu sein, dass alte Fehler nach einer Zeit verschwinden bzw überschrieben werden im Bordsystem.
Und nach dem Dog.O.Mobil kam dann das SÄK.LE. Im südbadischen und schweizerisch-alemannischen Raum steht SÄCKLE oder SÄCKEL für Plastiktüten, Einkaufsbeutel, kleine Stofftaschen oder auch Geldsack. Der "Säckelmeister", war die Person, die die Kasse bzw. das Geld verwaltete. Als Verb bedeutet SECKLE sich schnell fortbewegen, rennen, joggen oder flitzen.
Dann verbrachte ich noch 2 Stunden in der klimatisierten Zulassungsstelle und ich durfte danach das SÄK.LE 750 selbst fahren. Es war der 30.07.2026, 6 Monate nachdem ich den Atego gekauft hatte.

Demnächst gibt es dann mehr zum Innenausbau. Ich plane mal mit der Anmeldung zum Wohnmobil im Oktober und einer ersten Testfahrt vor Jahresende... mal sehen
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